Weiterbildung am
Arbeitsplatz
Von der Vorstellung, dass man in der Schule und ggf. im anschließenden Studium alles lernt,
was später notwendig sein wird, muss man sich oftmals verabschieden. Mit einem feststehenden Wissensstand seinen
Unterhalt zu verdienen, den man abseits der Schulbank nicht mehr erweitern und auf dem Laufenden halten muss, ist
in vielen Berufen unrealistisch. In manchen Berufsfeldern ist es gar unmöglich. Stets gilt es, das eigene Wissen in
Weiterbildung bzw. Fortbildung aufzufrischen und um neue Erkenntnisse zu erweitern. Lebenslanges Lernen ist in
manchen Berufen einfach essentiell notwendig, um zeitgemäß qualifiziert zu bleiben.
Dies zählt natürlich insbesondere in solchen Berufsfeldern, die eng mit der Wissenschaft
verzahnt sind. Als Paradebeispiel drängen sich geradezu Berufe aus dem Bereich der Medizin auf. Stets bilden sich
dort neue Erkenntnisse, die neue Behandlungsansätze und neue Therapien und Methoden hervorbringen. Im selben Maße
werden bis dahin in Stein gemeißelte “Wahrheiten“ über Bord geworfen. Gerade im Bereich der Medizin ist der Bedarf
für Fort- und Weiterbildung also besonders greifbar. Hängt dieses Forschungsgebiet (also jenes der Medizin) doch
schließlich mit so vielen anderen Themenfeldern zusammen, innerhalb derer stets neue Erkenntnisse aufkommen. So
spielen beispielsweise die Ernährungsphysiologie, die Anatomie, die Krankheitslehre, die Pharmazie sowie auch in
wachsendem Maße die Genetik tragende Rollen im Bereich der Medizin. In entsprechender Weise aktualisiert sich also
stets auch der wissenschaftliche Hintergrund, dem das Personal dann hinterher hechtet.
Natürlich lassen sich auch noch andere Beispiele für Berufsgruppen bemühen, die einen hohen
Bedarf an Maßnahmen zur Weiterbildung aufweisen. Darunter beispielsweise die Berufsgruppen der Erzieher und Lehrer.
So kommen immer wieder neue erzieherische Konzepte und Lehransätze auf. Und natürlich muss ein Lehrer in den
Fächern, die er unterrichtet, auch stets selbst auf dem aktuellsten Kenntnisstand sein, um nichts Geringeres an
seine Schüler zu vermitteln. In gehobenem Maße gilt dies natürlich auch für Professoren und Dozenten an Hochschulen
und Universitäten.
Für jene Berufsgruppen, die in überdurchschnittlichem Maße vom Anspruch auf Weiterbildung
betroffen sind, stellen diese nicht selten eine spürbare Mehrbelastung dar. Schließlich muss die reguläre Arbeit
dann noch genauso erledigt werden, wenn beispielsweise ein IHK Kurs besucht wird. Alternativ dazu kann man
natürlich eine Abendschule besuchen. Aber dies wird stets auf Kosten der nahezu gesamten Freizeit geschehen. Es
kann also durchaus passieren, dass Arbeit länger liegen bleibt, es personelle Engpässe gibt oder eine spürbare
Mehrbelastung an den Angestellten zerrt. Aber das Anliegen der individuellen Qualifikation und die Bildung von
Kompetenz und Expertise werden auf lange Sicht zu Nutzen von sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber
sein.
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